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seit dem 01. Mai ist es soweit: die neue EnEV 2014 ist in Kraft. Sie löst die „alte“ EnEV 2009 ab. Die EnEV setzt in Deutschland die europäische Richtlinie 2010/31/EU zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden in nationales Recht um. Sie betrifft alle dauerhaft beheizten Gebäude – Wohngebäude wie Nichtwohngebäude - mit Raumtemperaturen > 12°C.

 

Auch Räume mit mehr als 4 Meter Raumhöhe, also u.a. Industrie-, Gewerbe-, Fertigungs-, Ausstellungs- und Logistikhallen, die mit Gas-Infrarot-Geräten beheizt, werden darin berücksichtigt. Sie fallen unter die Nichtwohngebäude und werden in der neuen EnEV erstmals und damit korrekterweise differenziert betrachtet.

 

Das sind die wesentlichen Änderungen der neuen EnEV 2014:

 

Zur rechnerischen Ermittlung des Energiebedarfs [also auch von Hallengebäuden] wird die Normenreihe DIN V 18599 herangezogen. Die neue EnEV 2014 nimmt die Neufassung der Norm DIN V 18599:2011 in Bezug. In dieser Norm werden aufgrund aktueller Forschungsergebnisse gerade Hallenheizsysteme differenzierter und realistischer bewertet. Für alle Heizungssysteme, so auch für Systeme mit Hellstrahlern und Dunkelstrahlern, werden folgende Kriterien nun auch wie bei Kesseln berücksichtigt:

  • Produktwerte [Effizienz und Strahlungsfaktor]
  • Leistungsregelung [modulierend regelbare Geräte vs. einstufig]
  • Abgaswärmerückgewinnung mit Brennwerttechnik 
  • Nach diesen Kriterien kommen die Vorteile von Schwank Heizsystemen noch stärker zur Geltung und senken den rechnerischen Endenergiebedarf.

 

Die EnEV 2014 verschärft für Neubauten mit Bauantrag oder Bauanzeige ab dem 01.01.2016 den Energiestandard drastisch:

  1. Bei Neubauvorhaben verschärfen sich die zulässigen Höchstwerte der mittleren Wärmedurchgangskoeffizienten U der Hüllfläche von Nichtwohngebäuden bei Innentemperaturen ≥ 19°C um 20%, für Wände und Dächer z.B. von U= 0,35 auf 0,28 W/m²K  [siehe EnEV Anlage 2 Tabelle 2].
  2. Der Primärenergiebedarf wird pauschal um 25% reduziert, gegenüber dem Niveau der EnEV 2009. Dabei bleibt das Profil des Referenzgebäudes unverändert – das geplante Gebäude muss ab 2016 jedoch in seinem Primärenergiebedarf pauschal um 25% besser sein als das Ergebnis des Referenzgebäudes [siehe EnEV Anlage 2 Tabelle 1].

 

Was heißt das für dezentrale Strahlungsheizungen?

 

Von den beiden vor beschriebenen wesentlichen Verschärfungen der EnEV 2014 [1 + 2] bleiben Gebäudezonen mit mehr als 4 m Raumhöhen, also Hallen, die mit dezentralen Strahlungsheizungen [Hellstrahler oder Dunkelstrahler] ausgerüstet werden, ausgenommen [siehe EnEV Anlage 2 Punkt 1.1.2 und 1.3].

 

Warum die Ausnahme?

 

Mit dieser Regelung berücksichtigt der Verordnungsgeber die besondere Situation, die sich in Großräumen mit dezentraler Heizungstechnik durch die Wechselwirkung von EnEV und EEWärmeG ergibt: die Erfüllung des EEWärmeG gelingt in Hallen in der Regel nur auf dem Weg der Ersatzmaßnahmen, also der Übererfüllung der EnEV-Anforderungen um 15% oder durch Abwärme Nutzung [bzw. Kombination beider]. Und, anders als fälschlicherweise veröffentlicht, muss bei dezentralen Heizsystemen die Isolierung der Hülle nicht verteuernd verbessert werden [siehe Anlage 2 zur EnEV Punkte 1.1.2 und 1.3].

 

Dezentrale Strahlungsheizsysteme mit modernen Hell- oder Dunkelstrahlern stellen in vielen Fällen die energieeffizienteste und gleichzeitig eine sehr wirtschaftliche Lösung in Hallen dar. Diese Vorteile wollte der Gesetzgeber auch für die Zukunft aufrechterhalten.

 

Für den Planer, Errichter und Betreiber von Hallengebäuden mit dezentralen Strahlungsheizungen ergeben sich mit der EnEV 2014 folgende Vorteile:

 

  • Die Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz und den Primärenergiebedarf [genauer: der Gebäudezone mit Raumhöhe > 4 m] bleiben auch 2016 gegenüber dem derzeitigen Status unverändert, wenn die Entscheidung für eine Heizungsanlage mit dezentraler Strahlungsheizung fällt. Ein Investitions-Mehraufwand für noch stärkere Hüllflächenisolierung kann so entfallen. Planer, Errichter und Betreiber haben nun die Möglichkeit, intelligent und differenziert zu vergleichen was für den jeweiligen Anwendungsfall im Fokus steht, der einmalige Invest oder der dauerhafte Endenergieverbrauch.
  • Die technischen und wirtschaftlichen Bedingungen der Planung, Errichtung und des Betriebs von Hallengebäuden mit dezentralen Strahlungsheizungen sind bekannt – dies gibt Planungssicherheit.
  • Es stehen sehr energieeffiziente Heizungslösungen mit Gas-Infrarotstrahlern [z.B. supraSchwank, calorSchwank etc.] und Brennwert - Wärmerückgewinnungssystemen [z.B. hybridSchwank, tetraSchwank etc.] als bedarfsgerechte und verordnungskonforme Systeme in Hallen auch über das Jahr 2016 hinaus zur Verfügung.
  • Durch die differenziertere Bewertung von Hallenheizungen in der neuen DIN V 18599 lassen sich mit Schwank-Lösungen Primärenergieeinsparungen von 30% und mehr gegenüber dem Referenzzustand erzielen. Die Erfüllung des EEWärmeG über die Ersatzmaßnahme nach §7 ist somit z.B. mit effizienten Schwank-Strahlungsheizungen immer gewährleistet.
  • Hallengebäude mit Schwank-Heizsystemen sind weiterhin förderfähig nach KfW-Energieeffizienzprogramm [Programmnummern 242. 243. 244].

 

 

Zu Ihrer Information: Für die Berechnungen des Energiebedarfs, zum Vergleich verschiedener Heizungssysteme und die Erstellung des Energieausweises im Bereich Hallen [eine Zone] bietet Schwank demnächst kostenlos eine äußerst bedienerfreundliche Berechnungssoftware an, das FIGAWA-Hallentool. Die vom Forschungsinstitut ITG Dresden zertifizierte Software, erleichtert die bei der Planung von Hallengebäuden erforderlichen Optimierungsrechnungen. Das FIGAWA-tool für die EnEV 2014 wird voraussichtlich in der 2. Jahreshälfte 2014 zur Verfügung stehen.

 

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Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung:

 

    Tim Ackermann

 

    Zentrale Projektierung / EnEV

 

    Tel.: 0221 – 7176 264
    t.ackermann(at)schwank.de

 

 

Ihr

Tim Ackermann

 

 

 


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